{"id":101,"date":"2010-01-04T18:40:00","date_gmt":"2010-01-04T17:40:00","guid":{"rendered":"https:\/\/johannes-oswald.de\/?p=101"},"modified":"2025-01-20T18:46:06","modified_gmt":"2025-01-20T17:46:06","slug":"rede-zum-neujahrsempfang-des-landrats-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/johannes-oswald.de\/?p=101","title":{"rendered":"Rede zum Neujahrsempfang des Landkreises 2010"},"content":{"rendered":"\n<p>Entsprechende dem Jahreswechsel m\u00f6chte (auch) ich mit ihnen einen Blick in die Vergangenheit wagen, der uns letztendlich in die Zukunft f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und zwar zu der Frage: Warum sind wir Menschen so wie wir sind?<\/strong><br>Einerseits aufopferungsvoll bis zum Einsatz des eigenen Lebens, andererseits brutal und menschenverachtend. Der Staatstheoretiker Thomas Hobbes hat dazu den Satz gepr\u00e4gt: \u201ehomo homini lupus est\u201c. Der Mensch ist dem Mensch ein Wolf. Und er hat damit um 1630 den vorstaatlichen Naturzustand beschrieben. Heute nach zwei Jahrtausenden Christentum, niedergemetzeltem Bauernaufstand, bl\u00fchendem Sklavenhandel,\u00a0 Judenvernichtung und Stalinismus behaupte ich, er hat sich geirrt! Die Formel gilt nicht f\u00fcr den vorstaatlichen Naturzustand, sie gilt vor allen Dingen f\u00fcr den staatlichen Kulturzustand, f\u00fcr unsere aufgekl\u00e4rte und moderne Welt. Wir wissen jedoch, dass das nicht die einzige Wahrheit ist, sonst k\u00f6nnten wir eigentlich einpacken. Warum sind wir Menschen so wie wir sind, und sind wir nun im Grunde unseres Herzens gut oder b\u00f6se? Zu diesen Fragen haben sich viele kluge Philosophen den Kopf zerbrochen. Eine, der f\u00fcr mich interessantesten Erkl\u00e4rungen, ist die Betrachtung unserer menschlichen Entwicklungsgeschichte. Dabei konzentrieren sich die Fragen darauf, inwieweit unser Leben und Erleben von urmenschlichen Erfahrungen gedeckt ist oder nicht? Oder konkreter: Haben wir zu unserem Erleben ein urmenschliches Verhaltensmuster? Und: Inwieweit ist dieses Verhaltensmuster hilfreich?<\/p>\n\n\n\n<p>Seit einigen Jahrhunderttausenden leben wir Menschen als Homo Sapiens auf der Erde, seit etwa 6 Mio. Jahren sind Hominiden mit aufrechtem Gang nachweisbar. Um die Frage nach einem uralten kollektiven Bewusstsein, stellen zu k\u00f6nnen m\u00fcssen wir uns auf das Leben der Menschen von vor einigen 100 000 Jahren einlassen &#8211; von dem wir&nbsp; leider jedoch so gut wie nichts. \u2013 Ich m\u00f6chte es trotzdem versuchen:<\/p>\n\n\n\n<p>Wir schreiben das Jahr 300 000 vor unserer modernen Zivilisation. Wir n\u00e4hern uns einer Gruppe von Homo sapiens in der afrikanischen Savanne. Sie besteht aus etwa 50 Individuen, die \u00c4lteren unter ihnen sind vielleicht 40 Jahre alt. Aus Zweigen und Gr\u00e4sern hat sich jede Familie eine einfache H\u00fctte errichtet. Um diese 7 H\u00fctten liegt ein Verhau von Dornen und \u00c4sten als Schutz vor wilden Tieren. &nbsp;&#8211; Die M\u00e4nner gehen gerade mit langen St\u00f6cken auf die Jagd. &#8211; Die Frauen sitzen im Kreis, zerkleinern Wurzeln und stillen Kinder. Ein paar Individuen sitzen beieinander und lausen sich gegenseitig ausgiebig, unter ihnen ein kr\u00e4ftiges Alphatier.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor Urzeiten haben sich unsere Vorfahren von Sammlern zu J\u00e4gern entwickelt. Aus einfachen Soziet\u00e4ten sind Clans und St\u00e4mme entstanden. Menschen, die in Leben und Tod aufeinander angewiesen sind, kleine verschworene Gemeinschaften mit vielleicht 100 Individuen, die sich in einer unwirtlichen, lebensfeindlichen Umgebung durchschlagen. Es gelten ungeschriebene Regeln und Tabus, an sich jeder h\u00e4lt. Die urmenschlichen Erfahrungen dieses vergleichsweise \u00e4hnlichen Stammeslebens wiederholten sich jahrhunderttausenden und wurden so zu einem kollektiven Urbewusstseins. Und dieses steckt bis heute in uns, in jeder Faser unseres Lebens.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Zoologe Desmond Morris beschriebt den Vorgang der Menschwerdung folgenderma\u00dfen: \u201eErdgeschichtlich betrachtete hat sich seit kurzem eine Tierart zum Herrscher \u00fcber alle anderen Lebensformen aufgeschwungen Ein schm\u00e4chtiger Primat ohne nat\u00fcrliche Waffen ohne Gift, ohne spitze Stacheln, ohne Rei\u00dfzahn ohne Krallen. Sein Erfolg ist bemerkenswert. Selbstgef\u00e4llig als Homo sapiens bezeichnet gab dieser Affe seine urspr\u00fcngliche Lebensweise auf, stellte sich auf die Hinterbeine und begann zu sprechen. Mit kaum mehr als einem gro\u00dfen Gehirn ausgestattet, begann diese zwanghafte neugierige pausenlos schatzende Kreatur \u00fcber den Erdball zu schreiten und alles Land unter ihren F\u00fc\u00dfen zu vereinnahmen. Der Rest ist buchst\u00e4blich Geschichte.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Damen und Herren, dazu nochmal die Frage von oben: Sind wir im Grunde gut oder b\u00f6se veranlagt?? Ich greife den Vergleich von Thomas Hobbes mit dem Wolf nochmal anders auf.<br>Und zwar insofern Wolf und Menschen ein \u00e4u\u00dferst \u00e4hnliches Sozialverhalten haben. W\u00f6lfe leben und jagen erfolgreich im Team. Die Beute wird vergleichsweise grausam gerissen und get\u00f6tet. Ein Wolf, mit t\u00f6dlichen Rei\u00dfz\u00e4hnen bewaffnet, kann jedoch problemlos zwischen der Grausamkeit, die er seiner Beute antut und seinem Verhalten einem Artgenossen gegen\u00fcber unterscheiden. Selbst bei heftigen Auseinandersetzungen um Weibchen oder F\u00fchrungspositionen verletzen sich W\u00f6lfe gegenseitig nicht ernsthaft. Doch zur\u00fcck zu der Gruppe homo sapiens von vorhin, was denken Sie, haben diese Stammesmenschen nicht mindestens genauso gut zwischen Artgenosse und Beutetier unterscheiden k\u00f6nnen? <strong>Was also hat uns so ver\u00e4ndert oder ent &#8211; artet?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Menschheitsgeschichtlich leben wir erst seit kurzem nicht mehr in einem Clan oder Stamm, in dem jeder jeden kennt, in dem Tabus aus grauer Vorzeit unumst\u00f6\u00dflich Geltung haben. Seit einigen tausend Jahren leben wir in anonymen Massengesellschaften und das ist unser Kernproblem. \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>Zwangsl\u00e4ufig haben wir unterscheiden gelernt zwischen denen, die zu unserer Gruppe geh\u00f6ren, in der Familie, im Handballverein, am Arbeitsplatz, und eben den Anderen, denen, die wir nicht kennen, nicht alle kennenlernen k\u00f6nnen oder auch nicht wollen. Aber wir begegnen ihnen, diesen anonymen anderen, zwangsl\u00e4ufig und ununterbrochen. &#8211; Was tun? &#8211; Die These des Zoologen Desmond Morris lautet: wir haben uns angew\u00f6hnt diese Anderen als ein Teil der Natur, vielleicht einer anderer Art Tier zu betrachten oder sie sogar als Bedrohung oder Beute einzustufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz anders jedoch unser pers\u00f6nliches Miteinander in einer Gruppe von Menschen, die sich kennen, die etwas miteinander zu tun haben wollen. Hier k\u00f6nnen wir uns auf den Einzelnen verlassen, k\u00f6nnen ihm Vertrauen entgegen bringen, denn eine jahrhunderttausende alte Tradition b\u00fcrgt f\u00fcr ihn, f\u00fcr jeden von uns, der zu einem unserer modernen Clans z\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Antwort auf die Eingangsfrage ist f\u00fcr mich eindeutiges:<br><strong>Ja, der Mensch ist gut, seine positiven Veranlagungen \u00fcberwiegen eindeutig. Neben seinem Verstand hat ihn vor allem seine Kooperationsf\u00e4higkeit und sein Altruismus, schlichtweg seine Menschlichkeit \u00fcber die Ma\u00dfen erfolgreich werden lassen. \u2013 und die Ironie des Schicksals: dieser Erfolg hat uns in eine anonyme Massengesellschaft gef\u00fchrt, in der nun auch unsere un \u2013 menschliche Seite Realit\u00e4t wurde. \u2013 eine Gesellschaft in der unser stammesgeschichtliches Repertoire bei weitem nicht mehr ausreicht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schon vor einigen tausend Jahren haben kluge Menschen erkannt, dass Menschen in Anonymit\u00e4t ordnungspolitische Regeln brauchen, einen Moralkodex, der \u00fcber die nat\u00fcrlichen Stammesregeln hinaus reicht. So entstand z.B. der Kodex Hamurabi, die 10 Gebote, die Scharia oder unsere christlichen Wertvorstellungen von der N\u00e4chstenliebe, die gute alte Regeln aufgreifen und durch neue erg\u00e4nzen. T\u00e4glich arbeiten die Regierungen an der weiteren Ausfeilung wichtiger Regeln. Da k\u00f6nnte man eigentlich meinen, na dann vergessen wir doch unser stammesgeschichtliches Repertoire, nachdem es sowieso nicht mehr passt, wir haben neue Regeln mit denen wir uns auf die Gegenwart und die Fragen unserer modernen Gesellschaft konzentrieren sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist nur teilweise richtig, denn diese neuen Regeln machen uns Probleme! Wir Menschen haben sie n\u00e4mlich leider nicht verinnerlicht. Beispiel das Gebot \u201eDu sollst nicht t\u00f6ten\u201c es hat inzwischen eine mindestens 2000 j\u00e4hrigen Tradition, wird allgemein f\u00fcr gut gehei\u00dfen und dennoch best\u00e4ndig mit F\u00fcssen getreten. \u2013 <strong>Wir m\u00fcssen erkennen: So einfach ist das nicht, Regeln aufstellen und sich daran halten.<\/strong> Erschwerend kommt hinzu, dass uns urmenschliche Erfahrungen so leicht nicht loslassen. Sie begleiten uns so zivilisiert wir auch nach au\u00dfen hin, vor allen Dingen heute erscheinen m\u00f6gen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu <em>Erich K\u00e4stner:<\/em><br><em>Einst haben die Kerls auf den B\u00e4umen gehockt, behaart und mit b\u00f6ser Visage.<br>dann hat man sie aus dem Urwald gelockt und die Welt asphaltiert und aufgestockt<br>bis zur drei\u00dfigsten Etage. Da sa\u00dfen sie nun den fl\u00f6hen entflohn in zentralgeheizten r\u00e4umen<br>da sitzen sie nun am Telefon und es herrscht noch derselbe ton wie seinerzeit auf den B\u00e4umen &#8211; So haben sie mit dem Kopf und dem Mund den Fortschritt der Menschheit geschaffen. Doch davon mal abgesehen und bei Lichte betrachtet sind sie im Grund noch immer die alten Affen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wenn wir zugestehen, das da was dran ist, so wird der Blick in die unsere graue Vergangenheit \u00e4u\u00dferst interessant. Nochmal, dieser Blick zur\u00fcck bietet vielfach keine L\u00f6sung f\u00fcr unsere moderne Gesellschaft, <u>aber<\/u> er zeigt uns woher wir kommen und womit wir uns mit unserer Veranlagung leicht oder auch schwer tun.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beispiele: Nochmal die Gruppengr\u00f6\u00dfe<br>Bei kleineren, pers\u00f6nlichen Gruppen sind stammesgeschichtliche positive Emotionen zu erwarten und sie erleichtern unser Miteinander enorm. Bei gr\u00f6\u00dferen und folgerichtig anonymen Gruppen trifft dies nicht zu. Das haben z.B. urchristlichen Gemeinden intuitiv richtig erfasst. Ab etwa 70 \u2013 100 erwachsenen Mitgliedern haben sich die Gemeinden geteilt um pers\u00f6nlich in Kontakt zu bleiben. <strong>Der Blick auf unsere Pfarreiengemein-schaften erf\u00fcllt mich daher mit Sorge.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beispiele: Gehorsam<br>Bei intakten Affengesellschaften kann man beobachten, dass ein Alphatier das Sagen hat. Rangniedere Gruppenmitglieder gehorchen, jedoch nicht immer. F\u00fchlen sie sich unbeobachtet, so nutzen sie dies gerne mal f\u00fcr ihren pers\u00f6nlichen Vorteil. \u2013 Genauso verdr\u00fccken meine Kinder heimlich S\u00fc\u00dfigkeit vor dem Essen, Teenies feiern Feten, wenn die Eltern mal verreist und ich fahre mal schnell zum Einkaufen, ohne den Gurt anzulegen &#8211; <strong>sieht ja gerade kein Alpha- oder Betabeamter!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beispiel Geschwindigkeit<br>Es gibt keine urmenschliche Erfahrung die mir das Gurt anlegen nahelegt. Denn in meinem Auto sitze ich bequem mit R\u00fcckenlehne. Entweder zusammen mit Stammesangeh\u00f6rigen oder alleine, jedenfalls in einem gesch\u00fctzten Raum \u2013 urmenschlich gesehen eine absolut gefahrlose Situation.<br>Ganz schwer haben es bei diesem Thema m\u00e4nnliche Jugendliche. Sie m\u00fcssen zeigen, wer am schnellsten l\u00e4uft oder f\u00e4hrt, der St\u00e4rkste ist oder die meisten PS hat. Denn das entscheidet schlie\u00dflich \u00fcber ihren Rang in der Gruppe und den Kampf ums Weibchen, so suggeriert uns unsere stammesgeschichtliche Erfahrung F\u00fcr die Lebensbedrohung bei hohen Geschwindigkeiten bietet sie uns keine Hilfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Beispiel Komplexit\u00e4t:<br>Jugendliche k\u00f6nnen heute zwischen etwa 100 Berufsm\u00f6glichkeiten entscheiden?<br>Welcher der beliebig vielen potentiellen Partnern, die meine Augen sehen ist f\u00fcr mich geeignet?<br>Welche der 30 Programmen oder 50 Zeitschriften passt zu mir? <br>Stammesgeschichtlich eine totale \u00dcberforderung<br>Welche Lokalzeitung sollte ich w\u00e4hlen?<br>Stammesgeschichtlich ist das ok.<\/p>\n\n\n\n<p>Beispiel: Mathematik<br>Die Piraha, Ureinwohner in Brasilien, z\u00e4hlen gem\u00e4\u00df der letzten \u201eGeo\u201c-Ausgabe folgenderma\u00dfen: <strong>ganz wenig, ein bi\u00dfchen, viele<\/strong> und sie sind vermutlich nicht d\u00fcmmer als wir, aber sie sehen keinerlei Notwenigkeit f\u00fcr mehr Mathematik. F\u00fcr das \u00dcberleben und die Fortpflanzung ist Mathematik aus urmenschlicher Sicht v\u00f6llig \u00fcberfl\u00fcssig<\/p>\n\n\n\n<p>Beispiel Klimaerw\u00e4rmung:<br>Soll ich mich pers\u00f6nlich um die Klimaerw\u00e4rmung k\u00fcmmern?<br>Muss ich mir eine Meinung \u00fcber 2 Grad Erderw\u00e4rmung bilden?<br>Muss ich dar\u00fcber nachdenken, dass wir Deutschen pro Jahr etwa 800 Mio. Tonnen CO\u00b2 in den Himmel blasen? \u2013 und dass das in einigen Jahren h\u00f6chstwahrscheinlich ein echtes Problem wird?<br>Meine urmenschliche Erfahrung sagt mir dazu: Nichts! CO2 kann ich nicht f\u00fchlen, nicht h\u00f6ren und nicht sehen, Unter 800 Mio. Tonnen kann ich mir nichts vorstellen, von einer Gefahr ist wirklich nichts zu sp\u00fcren. Urgeschichtlich liegt es nahe die H\u00e4nde in den Scho\u00df zu legen und den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen und sich um n\u00e4herliegendes zu k\u00fcmmern. Der Blick nach Kopenhagen scheint dies zu best\u00e4tigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir nicht wollen dass uns die Klimaerw\u00e4rmung kalt l\u00e4sst, so w\u00fcsste ich nur ein geeignetes Mittel, dass uns urmenschlich sozusagen vom Hocker zu rei\u00dft: das ist die Angst. Dramatisch veranschaulichte Folgen der Erderw\u00e4rmung k\u00f6nnen uns beeindrucken und be\u00e4ngstigen. Die Angst kennen wir nur zu gut, denn im Grunde unseres Herzens sind wir neben J\u00e4gern, auch Herdentiere, best\u00e4ndig auf der Flucht vor Gefahr. &#8211; Dass unsere Angst beliebig missbraucht wird und sicher kein guter Ratgeber ist, das steht auf einem anderen Blatt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ich fasse zusammen:<\/strong><br>Stammes- oder urgeschichtliche Erfahrungen stecken tief in uns. Sie k\u00f6nnen uns n\u00fctzlich oder auch hinderlich sein. Wenn wir uns mit Verstand f\u00fcr einen Weg entscheiden, der unseren Urerfahrungen nicht entspricht, so m\u00fcssen wir damit rechnen, dass es ungleich schwerer wird und dass wir intelligente Strategien, entwickeln m\u00fcssen um erfolgreich zu sein.<br>Nehmen wir einen durch Urerfahrungen gedeckten Weg, so geht uns das zwar leicht n der Hand, umso mehr jedoch sollten \u00fcberpr\u00fcfen ob unser Verhalten im Jahr 2010 gesellschaftlich vern\u00fcnftig und w\u00fcnschenswert ist. Danke sch\u00f6n f\u00fcrs Zuh\u00f6ren! Und ein frohes neues Jahr!<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entsprechende dem Jahreswechsel m\u00f6chte (auch) ich mit ihnen einen Blick in die Vergangenheit wagen, der uns letztendlich in die Zukunft f\u00fchrt. Und zwar zu der Frage: Warum sind wir Menschen so wie wir sind?Einerseits aufopferungsvoll bis zum Einsatz des eigenen Lebens, andererseits brutal und menschenverachtend. 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