{"id":245,"date":"2026-02-04T16:22:50","date_gmt":"2026-02-04T15:22:50","guid":{"rendered":"https:\/\/johannes-oswald.de\/?p=245"},"modified":"2026-02-06T17:13:49","modified_gmt":"2026-02-06T16:13:49","slug":"made-in-europe-made-with-europe-oder-beliebigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/johannes-oswald.de\/?p=245","title":{"rendered":"Made in Europe, Made with Europe oder Beliebigkeit?"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Das Miteinander im Welthandel wird aktuell durch Protektionismus, Subventionspolitik und Exportbeschr\u00e4nkungen stark gest\u00f6rt. Geh\u00f6rt der regelbasierte Handel der Vergangenheit an? Wie sollten wir als Deutschland reagieren? Zun\u00e4chst m\u00fcssen wir zwischen dem staatlich gelenkten Wirtschaftsbereich und der in Konkurrenz stehenden Marktwirtschaft unterscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Staatlich gelenkter Wirtschaftsbereich: <br>J\u00e4hrlich vergeben Bund und L\u00e4nder in Deutschland Auftr\u00e4ge, Subventionen und Steuervorteile in Milliardenh\u00f6he. Sollten wir diese Ausgaben, die aus deutschen Steuereinnahmen stammen, an bestimmte Vorgaben kn\u00fcpfen?<\/p>\n\n\n\n<p>Wie machen es denn andere am Beispiel PKW?! Die USA gew\u00e4hren Vorteile durch den ,Inflation Reduction Act\u2018 nur, wenn die PKW&#8217;s in den USA endmontiert werden oder Batterien und Rohstoffe aus den USA oder befreundeten Staaten stammen (eine rein wirtschaftliche Entscheidung). Die Franzosen f\u00f6rdern E-Autos mit dem \u00d6ko Score. Ein Bonus nur f\u00fcr Fahrzeuge, die in Europa produziert werden und einen niedrigen CO2- Fu\u00dfabdruck in Herstellung und Transport haben (eine wirtschaftlich und \u00f6kologische Entscheidung). Deutschland dagegen beabsichtigt E-Autos zu f\u00f6rdern, egal wo sie herkommen! &#8211; Mit dem deutschen F\u00f6rderszenario ist geplant bis zu 800.000 Elektroautos mit insgesamt 3 Milliarden \u20ac zu f\u00f6rdern (eine rein \u00f6kologische Entscheidung). Bis zu knapp 2 Milliarde \u20ac werden vermutlich direkt an au\u00dfereurop\u00e4ischen Herstellern flie\u00dfen &#8211; gef\u00f6rdert mit deutschen Steuergeldern. Das klingt schr\u00e4g, oder?<\/p>\n\n\n\n<p>Bereich Marktwirtschaft:<br>Als Exportnation k\u00f6nnen wir Deutschen uns kaum mit Z\u00f6llen vor au\u00dfereurop\u00e4ischen Produkten sch\u00fctzen, wie z.B. die USA das tun, denn schlie\u00dflich wollen nicht nur einkaufen, sondern auch exportieren. So reduziert die europ\u00e4ische Rettung der Stahlindustrie mit 50% Einfuhrz\u00f6llen direkt die Konkurrenzf\u00e4higkeit des europ\u00e4ische Maschinenbaus. Im Gegensatz zu Marktbegleitern aus anderen Kontinenten m\u00fcssen wir Europ\u00e4er teuren Stahl einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Interessanter ist die Idee \u201emade with Europe\u201c. Das hie\u00dfe, wir handeln weiter auf Grundlage des WTO-basierten multilaterales Handelssystem im Bereich der Marktwirtschaft (gegebenenfalls sogar im Bereich der staatlich gelenkten Wirtschaft). Unsere Partner sind Europ\u00e4er und alle L\u00e4nder, die auf der gleichen Grundlage handeln oder ein faires Freihandelsabkommen mit uns abschlie\u00dfen. Beispiel: Mercosur- Staaten und hoffentlich bald Indien, Singapur, Kanada, Indonesien etc..<\/p>\n\n\n\n<p>Fazit:<br>&#8211; ,Made in Europe\u2018 als Voraussetzung f\u00fcr den staatlich gelenkten Wirtschaftsbereich ist zielf\u00fchrend.<br>&#8211; ,Made with Europe\u2018 hei\u00dft handeln mit Partnern auf Basis der regelbasierte WTO- Marktwirtschaft<br>&#8211; Eine deutsche Beliebigkeit L\u00e4ndern gegen\u00fcber, die einseitige und unfair mit uns handeln, ist naiv und Verschwendung von Steuergeldern<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Miteinander im Welthandel wird aktuell durch Protektionismus, Subventionspolitik und Exportbeschr\u00e4nkungen stark gest\u00f6rt. Geh\u00f6rt der regelbasierte Handel der Vergangenheit an? Wie sollten wir als Deutschland reagieren? Zun\u00e4chst m\u00fcssen wir zwischen dem staatlich gelenkten Wirtschaftsbereich und der in Konkurrenz stehenden Marktwirtschaft unterscheiden. 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