{"id":39,"date":"2019-06-02T12:20:00","date_gmt":"2019-06-02T10:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/johannes-oswald.de\/?p=39"},"modified":"2025-11-11T16:27:08","modified_gmt":"2025-11-11T15:27:08","slug":"eine-nation-verschenkt-ihr-tafelsilber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/johannes-oswald.de\/?p=39","title":{"rendered":"Eine Nation verschenkt ihr Tafelsilber"},"content":{"rendered":"\n<p id=\"542e\"><strong>Die deutsche Chinastrategie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p id=\"eab0\">Deutschland ist eine gro\u00dfe Industrienation in der Mitte Europas. Wirtschaftlich kennzeichnend f\u00fcr uns ist: Wir haben wenig Rohstoffe, jedoch eine hohe Innovationskraft, einen genial vernetzten Mittelstand, eine starke Gro\u00dfindustrie, hochwertig Forschung und Wissenschaft und ein gutes Bildungs- und Sozialsystem. Das zusammen hat uns in den letzten Jahrzehnten Wachstum und Wohlstand beschert. Aktuell sind wir dabei vieles \u00fcber Bord zu werfen, denn unsere Gesellschaft geht davon aus, dass die Grundlage unseres Wohlstandes selbstverst\u00e4ndlich vorhanden ist und auch ohne weiteres Zutun so vorhanden sein wird. Im Folgenden werde ich aufzeigen, dass dies ggf. ein fataler Irrtum ist.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"6ccb\"><strong>Vorgehen der deutschen Wirtschaft<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p id=\"bcce\">Als Exportnation profitiert die deutsche Wirtschaft von den Wachstumsm\u00e4rkten dieser Welt, u.a. vom jahrzehntelangen Wachstum Chinas. China profitiert jedoch ebenso, wenn nicht noch mehr von Deutschland. Weil es einen riesigen Markt bedient und zur Werkstatt der westlichen Welt geworden ist. Weil es zumindest lange ohne eigene Entwicklung modernste Technik kaufen konnte und kann und weil es dadurch stetig Know how aufbaut. Dabei wird China kr\u00e4ftig von der deutschen Wirtschaft und Wissenschaft unterst\u00fctzt. Seit Jahrzehnten verschenken Vertreter der Gro\u00dfindustrie und der finanzgef\u00fchrter Unternehmen das Know How ihrer Firmen f\u00fcr einige Jahre guter Ums\u00e4tze. Warum tun sie das? Einerseits sind sie nur einige Jahre im Amt, andererseits m\u00fcssen Sie anstatt langfristiger Ziele Quartalserfolge vorweisen. Mittelst\u00e4ndler machen ebenfalls gute Gesch\u00e4fte, denken jedoch langfristig und versuchen ihr Kern-Know How zu sch\u00fctzen. Inzwischen sp\u00fcren deutsche Firmen aller Couleur immer \u00f6fter die chinesische Konkurrenz. Noch haben deutsche Unternehmen Know how und Qualit\u00e4tsvorteile, daf\u00fcr arbeiten chinesische Unternehmen mit hoch subventionierten Halbfertigprodukten, wie z.B. Stahl, mit billigen Arbeitskr\u00e4ften und einer beliebig starken R\u00fcckendeckung durch den chinesischen Staatsapparat.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"b7a2\"><strong>Chinesische Firmen\u00fcbernahmen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p id=\"a792\">Dieser Staatsapparat verfolgt klare wirtschaftspolitische Ziele. Wenn chinesische Firmen es nicht aus eigener Kraft leisten k\u00f6nnen, gehen sie durch den Staat finanziert auf Einkaufstour in Europa, gerne auch in Deutschland. Der Kauf von Kuka ist einer der bekannteren Deals chinesischer Strategen. Dem hat ein betriebswirtlicher Kapitalismus westlicher Pr\u00e4gung kaum etwas entgegenzusetzen. Immerhin, nach der chinesischen \u00dcbernahme von Kuka (bei der sich die dt. Politik au\u00dferstande sah den Deal zu verhindern) planen Deutschland und die EU-Kommission derartige \u00dcbernahmen k\u00fcnftig zu verhindern, insofern sie die Sicherheit oder die \u00f6ffentliche Ordnung in Gefahr sehen. Konkret nennt die Kommission dabei kritische Infrastrukturen, etwa Strom- oder Telefonleitungen, Datenspeicherung oder Finanzdienstleistungen, aber dar\u00fcber hinaus auch \u201ckritische Technologien\u201d, darunter k\u00fcnstliche Intelligenz, Halbleiter, Robotik. US Amerika tut sich bei derartigen Entscheidungen leichter, dort entscheidet der Pr\u00e4sident per Dekret.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"eaa6\"><strong>Marktwirtschaft oder Nicht-Marktwirtschaft?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p id=\"1f12\">Bislang haben Europ\u00e4er und US Amerikaner verhindern k\u00f6nnen, dass China von der WTO als Marktwirtschaft anerkannt wurde. Die bisherigen Abwehrma\u00dfnahmen der westlichen Welt in Form von Antidumpingz\u00f6lle w\u00fcrden anderenfalls nicht mehr greifen. Durch die allgegenw\u00e4rtige Pr\u00e4senz des chinesischen Staates in der Wirtschaft, den fehlende Schutz des geistigen Eigentums und durch die ungez\u00fcgelte Gew\u00e4hrung von Subventionen, hei\u00dft es im amerikanischen Bericht, bleibt China weiterhin als \u201eNicht-Marktwirtschaft\u201c eingestuft. Das kostet der chinesischen Wirtschaft Milliarden und China versucht mit aller Macht diesen Status zu \u00e4ndern. Nach dem Ausstieg der USA aus dem Klimaschutzpakt z.B. lie\u00df China die gemeinsame Erkl\u00e4rung zu eben diesem in letzter Sekunde ebenfalls platzen, weil sich die anderen Unterzeichner, vor allem Europ\u00e4er, im Gegenzug nicht bereiterkl\u00e4rten China den Status der Marktwirtschaft zu gew\u00e4hren. Der Versuch beliebige Themen zum eigenen wirtschaftlichen Vorteil zu vermischen, spricht B\u00e4nde. Durch sein finanzielles<br>Engagement und die oft resultierende Abh\u00e4ngigkeit weiterer Staaten von China r\u00fcckt eine Anerkennung durch die WTO jedoch in greifbarere N\u00e4he.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"664f\"><strong>Chinesische Wirtschaftsstrategie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p id=\"a43b\">Gleichzeitig f\u00fchrt der Weg Chinas weg von der westlichen Marktwirtschaft. Die Denkfabrik European Council on Foreign Relations schrieb vor kurzem: China st\u00e4rkt seine Planwirtschaft und bewegt sich hin zu einer voll staatsgelenkten Industrie- und Technologiepolitik. Der \u201aplanwirtschaftliche Kapitalismus\u2018 chinesischer Auspr\u00e4gung funktioniert dabei nahezu perfekt. Seit Jahrzehnten ist ein enormes Wachstum Teil der chinesischen Realit\u00e4t geworden, ein Wirtschaftswunder ohne absehbares Ende. Dies hat China das Ende von Hunger, einen enormen Aufschwung und stetig wachsenden Wohlstand beschert. Respekt! Psychologisch erzeugt dies einen gesellschaftlichen Zustand gro\u00dfer Zufriedenheit, denken wir an das deutsche Wirtschaftswunder nach dem Krieg. Menschen die sehen, dass es aufw\u00e4rts geht, sind durchwegs gl\u00fccklich und vergleichsweise unkritische dem Staat gegen\u00fcber. In wie fern ein derartiges System auch bei einem Null Wachstum \u00fcberlebensf\u00e4hig w\u00e4re, bleibt fraglich. Tatsache ist, China musste diesen Beweis bislang noch nicht antreten. In den Medien wird die chinesische Art des planwirtschaftliche Kapitalismus inzwischen vielfach als den westlichen Demokratien \u00fcberlegen pr\u00e4sentiert. Tats\u00e4chlich ist dieses System enorm schlagkr\u00e4ftig: Chinesische Entscheidungen sind von keiner Wahl oder Mehrheit abh\u00e4ngig. Das Land wird eher wie ein gro\u00dfer Konzern mit stabiler F\u00fchrungsmannschaft gef\u00fchrt. Vor allem die b\u00fcrokratischen Nachteile der westlichen Welt entfallen fast komplett. Entscheidungen sind zukunftsweisend, wirtschaftsorientiert, schnell und umsetzungsstark. Die individuelle Freiheit ist gering, doch wen interessiert das ernsthaft, wenn es stetig aufw\u00e4rts geht? Chinas stringente F\u00fchrungselite plant immer langfristig und benennt die chinesische Strategie ehrlich beim Namen, z.B. im \u201eNational Medium and Long-Term Program for Science and Technology Development (2006\u20132020)\u201cund dem 12. F\u00fcnf-Jahresplan (2011\u20132015). Hier hei\u00dft es inhaltlich: Es geht darum die einheimischen, chinesischen Innovationen zu st\u00e4rken und die Technologief\u00fchrerschaft zu erringen. Der Import von ausl\u00e4ndischer Technologie soll in wenigen Jahren auf 30% reduziert werden. Das w\u00e4ren z.B. unsere deutschen Exporte! Die dazu ben\u00f6tigten Technologien sollen bis dahin aus dem Ausland importiert werden. Aktuell werden einen ganze Reihe technologischer Produkte, auch Produkte unserer Firma, von High End Produkten heruntergestuft und dadurch im Gegensatz zu vorher in China zollpflichtig. Umgehend reagieren z.B. die chinesischen Niederlassungen deutscher Autokonzerne und fordern ihre europ\u00e4ischen Lieferanten (und diese wiederum uns) unmissverst\u00e4ndlich auf sie ab sofort direkt aus China zu beliefern um Z\u00f6lle zu sparen. Nahezu zeitgleich wird die gesamte Lieferkette aufgefordert in China zu produzieren um Transportkosten zu sparen, denn so k\u00f6nnen die Gro\u00dfen von niedrigeren Material- und Lohnkosten profitieren. Vom Know how Transfer und der Frage was derartige Forderungen letztlich f\u00fcr Deutschland oder Europa bedeutet ist hierbei nicht die Rede. Auch das ist ein Teil des Kapitalismus, er kennt keine Moral oder Verantwortung f\u00fcr andere \u2014 damit geht die Chinesische Strategie auf. Doch zur\u00fcck zum Text, hier hei\u00dft es weiter: Chinesische Wissenschaftler sollen beim Ranking von Patenten und Zitationen zu Top 5 der Welt aufsteigen. Bis 2049, zum 100. Geburtstag der Volksrepublik, will man in den dann zehn wichtigsten Wirtschaftsbereichen global f\u00fchrend sein (Welt Stand: 27.05.2019).<\/p>\n\n\n\n<p id=\"0c6f\"><strong>Amerikanische China \u2014 Strategie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p id=\"13ab\">Wer die Wirtschaft beherrscht, beherrscht auch die Welt. Das war bislang die kapitalistische Maxime der USA. Der Sieg \u00fcber den russischen Kommunismus in seinen vielen Fassetten hat den USA bisher heute brillant Recht gegeben. Nun steht der chinesische Drachen drohend vor der amerikanischen Freiheitsstatue und stellt das westliche, US amerikanische Hegemonial System, nach langem wieder mal in Frage. Es k\u00f6nnte sein, dass die Welt von morgen nicht mehr so ist, wie die von heute. Die gro\u00dfen Werte der Demokratie: Freiheit, soziale Marktwirtschaft, Menschenrechte etc., die wir immer wieder gerne voranschieben und meist nur halbherzig umsetzen, werden pl\u00f6tzlich von au\u00dfen in Frage gestellt. Donald Trump reagiert und mit ihm erwacht der amerikanische Instinkt des Dagobert Duck, der seinen Reichtum und auch seine Vorherrschaft mit allen Mittel zu verteidigen sucht. Dazu f\u00fchrt D.T. zurzeit nahezu beliebig Strafz\u00f6lle gegen China und auch andere unliebsame Konkurrenten, wie Deutschland, ein, um dann im Nachgang zu verhandelt. Das bekannteste Beispiel ist Huawei.<br>Durch kanadische Handlanger lassen die USA eine Chefin des Konzerns gefangen setzten. Sie schlie\u00dfen Huawei f\u00fcr den Bau der amerikanischen Mobilfunknetze der f\u00fcnften Generation (5G) aus. Auf Dekret des Pr\u00e4sidenten zum Nationalen Notstand entzieht Google Huawei 2019 die Android-Lizenz. Kein Amerikaner darf nun mit Huawei oder seinen 70 T\u00f6chtern Gesch\u00e4fte machen. Die Erpressung Europas es gleich zu tun, ist im Gange. Pl\u00f6tzlich befinden wir uns mitten im Wirtschaftskrieg.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"6c6b\"><strong>Deutsche China \u2014 Strategie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p id=\"8194\">Doch nun zur Chinastrategie der Bundesregierung Deutschland, wie verhalten wir uns? Ende M\u00e4rz 2014 unterzeichnen Xi Jinping und Merkel eine Vereinbarung, die in der Deutschen China-Strategie des BMBF 2015\u20132020 nachzulesen ist. Hier hei\u00dft es: die Deutschen Forschungs- und Wissenschaftslandschaft habe gro\u00dfes Interesse daran, an den Entwicklungen in China zu partizipieren. Strategie ist es, den Erfolg und gegenseitigen Gewinn der Kooperationen in Forschung und Bildung sicherzustellen. Als da w\u00e4ren: Innovationspartnerschaften und Zugangsm\u00f6glichkeiten deutscher Studierender und Wissenschaftler zu exzellenten chinesischen Hochschul- und Forschungseinrichtungen. Weiter geht es: um Internationalisierung der Lehre und Forschung an deutschen Hochschulen durch strategisch ausgerichtete, strukturierte Kooperationen deutscher und chinesischer Hochschulen. Und ferner um: breitere, \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Wissensbasis \u00fcber das chinesische Bildungs-, Forschungs- und Innovationssystem, mehr China-Kompetenz in Deutschland.<br>Tatsache ist von diesem Deal profitiert vor allem China und partizipiert seit Jahrzehnten an der exzellenten deutschen Wissenschaft und nicht umgekehrt. Im Ranking hochwertiger Patente liegt Deutschland mit weniger als 6% der chinesischen Bev\u00f6lkerung immer noch vor China! Als Ergebnis der ungleichen Partnerschaft wurden aus 23 000 chinesischen Studenten in Deutschland in 2010, knapp 40 000 in 2017. Im Gegenzug studierten 2010 4000 deutsche Studenten in China, 2016 waren es 8145. Weiter hei\u00dft es: G\u00fcnstige Rahmenbedingungen f\u00fcr das China-Engagement der deutschen Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft. Das ist Realit\u00e4t: Deutsche Forschungsinstitute kooperieren zu den allerneuesten Themen, z.B. zur K\u00fcnstlichen Intelligenz, sein mehr als zehn Jahren mit chinesischen Unternehmen und bauen in China Forschungsinstitute auf. Das bedeutet viel Ruhm und Ehre f\u00fcr deutsche Wissenschaftler! Doch welches Land profitiert vor allem von dieser Kooperation? Ich erinnere daran, wir haben kaum Rohstoffe und hohe L\u00f6hne. Unser Vorsprung bestand im Know how. Wem also, dient einen intensive Kooperation? Der Welt, China oder auch Deutschland? Ich vermute diese Kooperationen laufen aus sobald China die Nase vorne hat. Weiter geht es in der Vereinbarung um: die Bew\u00e4ltigung von globalen Herausforderungen \u2026 nachhaltig, ressourcenschonend, umweltfreundlich. Das ist unser deutsches Steckenpferd (ich schlie\u00dfe mich ein). Vermutlich werden wir die Welt retten und dabei unsere wirtschaftlichen Vorteile verschenken. Irgendwo habe ich noch unter 4.1 noch gefunden: \u00dcbergeordnetes strategisches Ziel der internationalen Kooperation des BMBF ist die St\u00e4rkung der deutschen Wissenschaft und Forschung. Na, Gott sein Dank! Zumindest ein Lippenbekenntnis, mehr wird es wohl nicht sein.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"6624\"><strong>Vorl\u00e4ufige Zusammenfassung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p id=\"c386\">Die deutsche Politik und Wissenschaft beteiligt sich seit vielen Jahren umfangreich und mit gro\u00dfem Interesse daran deutsches Know how in China zu verbreiten und damit den deutschen Know How Vorsprung abzubauen. Dieser schrumpft derzeit dramatisch und damit viele zuk\u00fcnftige M\u00f6glichkeiten moderne Technik nach China zu verkaufen, verschwindet. Beide, Politik und Wissenschaft, leben von den Steuern der B\u00fcrger und der deutschen Firmen. Warum Sie mutwillig ihre eigene Grundlage zerst\u00f6ren bleibt mir ein R\u00e4tsel.<br>Es sollte uns bewusst sein, dass wir es nicht mit einem gleichberechtigten Land zu tun, dem wir mal gerne in partnerschaftlicher Zuneigung auf die Spr\u00fcnge helfen. Wir haben es mit einem Land zu tun, das 16mal so viele B\u00fcrger hat wie Deutschland oder 3mal so viele wie Europa. China ist ein Land, das die strategischen Vorteile der Planwirtschaft sehr klug mit den Vorteilen eines knallharten Kapitalismus kombiniert. Gleichzeitig sch\u00e4tzt China unser freiheitliches Wertesystem als schwach ein und k\u00f6nnte in der Lage sein die seit Jahrzehnten fast gottgegebene Dominanz der westlichen Welt zu beenden. China hat die Industrialisierung verschlafen und holt nun in gro\u00dfen Schritten auf.<br>Die Frage an uns bleibt, warum wir unser Know How zu Markte tragen bzw. einfach verschenken? Es ist nicht unerheblich in welcher Zeit sich China ganz nach vorne arbeitet, in 5, 10, 20 oder 30 Jahren. F\u00fcr die anstehende Digitalisierung scheint China weit besser als Europa und vermutlich auch besser als die USA ger\u00fcstet zu sein und geht in gro\u00dfen Schritten vorw\u00e4rts. So k\u00f6nnte es sein, dass wir in Zukunft als Vasallen eines \u00fcberm\u00e4chtigen Chinas arbeiten, oder auch eine Art europ\u00e4isches Freilichtmuseum der Kulturen und der Industrialisierung werden. Vielleicht behaupten sich die Amerikaner mit ihrer IT- und Milit\u00e4rmacht gegen den neuen Riesen, wir werden sehen. Ob uns Europ\u00e4ern das eher schadet oder nutzt bleibt dabei offen. Die Begeisterung von Donald Trump f\u00fcr den englischen Brexit ist keine wirkliche Beruhigung.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"87cf\">Johannes Oswald, Miltenberg, 2.Juni 2019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die deutsche Chinastrategie Deutschland ist eine gro\u00dfe Industrienation in der Mitte Europas. Wirtschaftlich kennzeichnend f\u00fcr uns ist: Wir haben wenig Rohstoffe, jedoch eine hohe Innovationskraft, einen genial vernetzten Mittelstand, eine starke Gro\u00dfindustrie, hochwertig Forschung und Wissenschaft und ein gutes Bildungs- und Sozialsystem. Das zusammen hat uns in den letzten Jahrzehnten Wachstum und Wohlstand beschert. Aktuell [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[3,5,4],"class_list":["post-39","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-ethik","tag-mittelstand","tag-wirtschaftspolitik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/johannes-oswald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/johannes-oswald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/johannes-oswald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/johannes-oswald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/johannes-oswald.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=39"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/johannes-oswald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40,"href":"https:\/\/johannes-oswald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39\/revisions\/40"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/johannes-oswald.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=39"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/johannes-oswald.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=39"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/johannes-oswald.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=39"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}