{"id":89,"date":"2011-01-20T17:59:00","date_gmt":"2011-01-20T16:59:00","guid":{"rendered":"https:\/\/johannes-oswald.de\/?p=89"},"modified":"2025-01-20T18:02:59","modified_gmt":"2025-01-20T17:02:59","slug":"vortrag-zur-mobilitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/johannes-oswald.de\/?p=89","title":{"rendered":"Vortrag zur Mobilit\u00e4t"},"content":{"rendered":"\n<p>\u201eIch glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vor\u00fcbergehende Erscheinung\u201c kommentierte Kaiser Wilhelm II um 1890. Etwa zur selben Zeit behauptete Carl Benz: In ein paar Jahren werden wir keinerlei Bedarf mehr an Pferden und Kutschen haben. \u2013 Heute 100 Jahre sp\u00e4ter f\u00e4llt es uns leicht \u00fcber das eine zu schmunzeln und das andere als selbstverst\u00e4ndlich richtig zu betrachten. \u2013 Nun stehen wir wieder vor einem Umbruch und es stellt sich die Frage: Wie wird die Mobilit\u00e4t von morgen aussehen? D\u00fcrfen wir in Zukunft mit Verbrennungstechnik, Hybridfahrzeugen oder Elektromobilit\u00e4t rechnen oder gibt es noch ganz andere M\u00f6glichkeiten der individuellen Fortbewegung als das Auto?<br>Guten Tag sehr geehrte Damen und Herrn, herzlichen Dank f\u00fcr die Einladung zum heutigen Jahresempfang<br>Eine Pflanze w\u00e4chst an einer Stelle und zwar genau an der, an der ihr Keim Wurzeln schl\u00e4gt. Mal abgesehen von ihren Samen ist sie eine echte Immobilie. Erst die Entwicklung der Tierwelt vor ca. 600 Mio. Jahren hat diese enorme Bewegungseinschr\u00e4nkung aufgehoben. Tiere fliegen, schwimmen und laufen und auch der Mensch versucht sich in allen Bewegungsarten &#8211; mehr oder weniger erfolgreich.<br>Huftieren sind unterwegs in den Steppen, Fische und Wale im Meer oder Zugv\u00f6gel am Himmel. Sie sind dabei instinktive unterwegs auf der Suche nach Partnern und Futterpl\u00e4tzen, oder machen sich auf den Weg in g\u00fcnstigeren Klimazonen. Bei ihren Zielen unterschieden sie sich damit kaum von unserer Motivationen zur Bewegung. Auch wir Menschen sind auf der Suche nach einem geeigneten Partner oder fliehen vor kalten Wintern nach Teneriffa, wir lassen das Essen durch die Mobilit\u00e4t anderer bringen, ein Teil der unserer Welt umfassenden Handelsstr\u00f6me. Zus\u00e4tzlich sind wir unterwegs, zur Arbeit, aus Vergn\u00fcgen, um uns zu bilden oder unseren Horizont zu erweitern. Die Stundenzahl, die wir zu unserer Mobilit\u00e4t einsetzten hat sich dabei seit Jahrhunderten kaum ver\u00e4ndert. Allein wir legen in der gleichen Zeit das Vielfache an Kilometern zur\u00fcck.<br>In einem jedoch unterscheiden wir uns v\u00f6llig grundlegend von allen anderen Tieren. Wir verlassen uns bei unserer Fortbewegung kaum mehr auf Muskelkraft, sondern zu \u00fcber 95% auf Erd\u00f6l.<br>Erd\u00f6l und andere fossile Brennstoffe haben unser menschliches Leben seit etwa 100 Jahren komplett ver\u00e4ndert. Nahezu unser ganzer Wohlstand baut auf Erd\u00f6l auf, nicht nur im Blick auf unsere Mobilit\u00e4t. Ohne \u00d6l ginge nichts mehr, gar nichts mehr: Keine Mobilit\u00e4t, keine Industrie, keine medizinische Versorgung, keine Lebensmittel und Superm\u00e4rkte, keine Kommunikation. G\u00e4be es morgen kein \u00d6l mehr, so w\u00fcrde unser Demokratie mitsamt unserer westlichen Lebensweise innerhalb von Tagen wie ein Kartenhaus zusammenfallen und an den meisten Orten dieser Welt s\u00e4he es nicht besser aus. &#8211; Wir haben uns auf dieser Erd\u00f6lwelt behaglich eingerichtet, doch diese Behaglichkeit bleibt nicht ohne St\u00f6rung.<br>Nach den \u00d6lkrisen der 70er Jahre stieg der Erd\u00f6lpreis 2008 in astronomische H\u00f6hen, zumindest aus Sicht des Verbrauchers. \u00dcber Nacht wurden gro\u00dfe Karossen zu Ladenh\u00fctern, der Riese GM geriet ins Wanken. Automobilhersteller schrieben sich fast \u00fcber Nacht die Elektromobilit\u00e4t gro\u00df auf die Fahnen. A. Merkel verk\u00fcndete, historisch im selben Atemzug, dass bis 2020 auf deutschen Stra\u00dfen 1 Mio. Elektroautos fahren werden. Die Elektromobilit\u00e4t nimmt ihren 4. Anlauf in der Fahrzeuggeschichte und das mit gro\u00dfem Nachdruck und auf technologisch h\u00f6chstem Niveau.<br><br>Doch schauen wir zuerst auf die aktuellen Fahrzeuge und ihre Entwicklung:<br>Vergleichen wir ein Auto von vor 30 Jahren mit einem heutigen PKW, so f\u00e4llt auf: In ihm stecken inzwischen etwa 150 kleine Elektromotoren, um uns das Leben zu vereinfache, 6 bis 8 Airbags sind Standard. Die Motorleistung hat sich mindestens verdoppelt, wir fahren heute schneller denn je (solang wir nicht im Stau stecken) und vor allem sicherer. Knautschzone, Gurtstraffer, optimierte Kopfst\u00fctzen, Airbags, neue Materialien in stabilen Karossen haben die deutsche Unfallstatistik massiv verbessert. Waren in den 80iger Jahren noch 12 000 Menschenleben auf unseren Stra\u00dfe zu beklagen, so haben wir heute nur noch 4000 Verkehrstote im Jahr und das bei 40 Mio. zugelassenen PKWs. Ein Vergleich aus der guten alten Zeit: 1929 waren in Deutschland bei 120 000 zugelassenen PKWs fast 6000 Verkehrstote zu beklagen. Das sind auf die angemeldeten PKWs bezogen fast 500 mal so viel wie heute.<br>Im Vergleich zu vor 30 Jahren haben wir heute doppelt so viel Power unter der Haube, anstatt einer bewegen wir etwa zwei Tonnen Gewicht, wenn wir von A nach B wollen und das Ganze mit etwa der H\u00e4lfte des fr\u00fcheren Spritverbrauchs. Das, meine Damen und Herren, ist technischer Fortschritt, vielfach \u201aMade in Germany\u2018, darauf k\u00f6nnen wir stolz sein! &#8211; und doch &#8211; es reicht nicht, bei weitem nicht!<br>Der globale Automarkt boomt. F\u00fcr das Jahr 2020 rechnen die Vereinten Nationen mit 1 Mrd. PKW auf dieser Welt, derzeit sind wir bei etwa 600 Mio. Wollten die fast 7 Mrd. Menschen, alle genauso viel Auto fahren, wie wir, so w\u00fcrden schon heute 3,5 Mrd. Autos diese sch\u00f6ne Welt befahren. Sie w\u00fcrden 6 mal so viel Benzin verbrauchen und Abgase in die Luft blasen.<br>3<br>Der WWF \u2013 schreibt in seinem j\u00fcngsten Bericht \u201aLiving planet report \u2018dass wir Menschen mit dem aktuellen deutschen Lebensstils ausgestattet dauerhaft 2,3 Planeten wie die Erde br\u00e4uchten, beim amerikanischem Lebensstils w\u00e4ren es sogar 4,4 Planeten. Wir haben jedoch nur diesen einen! Mit anderen Worten, unser Lebensstil geht zu Lasten der weniger entwickelten Staaten oder nachfolgender Generationen. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen wir darauf hoffen, dass die viele Menschen dieser Welt einfacher leben als wir und so mehr vom Planeten f\u00fcr uns \u00fcbrig bleibt !?!. \u2013<br>In Peking haben die Beh\u00f6rden aufgrund der Staus und mangelnden Parkm\u00f6glichkeiten aktuell die Zahl der Neuzulassung von 800 000 2010 auf nun 200 000 f\u00fcr 2011 reduziert. Afrikaner und S\u00fcdamerikaner haben sowieso keine Chance auf ausreichende Stra\u00dfen, das verz\u00f6gert das Problem und schafft etwas Luft zur Probleml\u00f6sung. Denkt man jedoch daran welche Menschenmassen unserm westlichen Lebensstiel nacheifern, so kann man die \u00d6lreserven und -Ressourcen vor dem geistigen Auge schwinden sehen. Dazu noch ein paar Prognosen: Innerhalb der n\u00e4chsten 30 Jahre werden sich der Ost-West G\u00fcterverkehr, der alpen\u00fcberquerender Verkehr sowie der weltweite Luftverkehr etwa verdreifachen. In den letzten 22 Jahren haben wir Menschen etwa die H\u00e4lfte des bisher weltweit gef\u00f6rderten \u00d6ls verbracht. Solche H\u00e4lften gibt es vielleicht noch zwei oder vielleicht drei, in immer k\u00fcrzeren Zeitperioden.<br>Die zentrale Aufgabe lautet: Wenn wir unseren westlichen Lebensstil \u00fcber das Ende der fossile Brennstoffe hinaus erhalten wollen, und damit rechnen m\u00fcssen, dass auch andere Bewohner dieser Welt einen \u00e4hnlichen Lebensstil anstreben, so m\u00fcssen wir umgehend Alternativen zu Benzin, Diesel und auch Erdgas suchen.<br>Da bietet sich die Elektromobilit\u00e4t als L\u00f6sung an. Denn Elektromobil erhalten wir die exklusive Chance Autos anstatt mit fossilen Brennstoffen mit Strom zu betreiben. Mobilit\u00e4t w\u00e4re damit erstmals regenerativ und nahezu schadstofffrei zu haben. Eine wirklich faszinierende Chance!! Nat\u00fcrlich m\u00fcsste der Strom dazu anders als bisher aus Wind, Wasser, Welle, Str\u00f6mung, Aufwind, Biomasse oder mit der Sonne erzeugt werden und das ist technisch anspruchsvoll und teuer f\u00fcr unsere Volkswirtschaft.<br>Dazu einige Stimmen aus der Automobilwelt:<br>Martin Winterkorn, VW sagt: \u201edie Zukunft geh\u00f6rt den emissionsfreien, elektroantrieben Fahrzeugen, betankt an der Steckdose\u201c. Der VW E-Up soll 2013 auf den Markt kommen.<br>Norbert Reithofer von BMW verspricht: \u201eWir entwickeln das Auto ganz neu\u201c. BMW hat bis jetzt schon \u00fcber 500 Mio. Euro in die Entwicklung seines Mega City Vehicles mit Kohlefaserkarosse gesteckt (b\u00f6se Zungen behaupten allerdings BMW k\u00f6nnte an dieser Entwicklung zu Grunde gehen).<br>Daimler Chef Dieter Zetsche meint: \u201ewir haben das Automobil erfunden, jetzt erfinden wir es neu\u201c. Damiler hat sich 2008 mit 49,9 % beim Batteriehersteller LI Tech eingekaufte und ist damit einer der wenigen Hersteller von Li-Io Akku in Europa. Die Li-Io Batterietechnik leistet inzwischen etwa das 3 \u2013 4 fache gegen\u00fcber Bleibatterien und ist die Grundlage der Elektromobilit\u00e4t.<br><br>Ja, worauf warten wir dann noch?<br>Ein Elektromotor (sie wissen ich bin Elektromotorenbauer) stellt einen Ver-brennungsmotor sowieso in den Schatten: volles Drehmoment ab Drehzahl 0. 95% Wirkungsgrad anstatt 35%, weiter Drehzahlbereich, kein Schaltgetriebe, leiser, vibrations\u00e4rmer, r\u00fcckspeisef\u00e4hig, wartungsfrei, keine Abgase vor Ort, keine Explosionsgefahr und vieles mehr, allein der Motor verbraucht Strom statt Diesel oder Benzin. &#8211; Nun, und es gibt sie schon die passenden Autos mit folgenden klingende Namen:<br>TW4xP, Th!nk, Up, street scooter, Tesla, Lekker, Stromos, Ion, i-MiEV, Ampera, EWE E3, e-wulf Delta, akive e, City sax und viele andere. &#8211; Ja, kennen Sie diese Autos? &#8211;<br>Nein? &#8211; Kein Wunder, sie sind entweder von wenig namhaften Herstellern oder eben einfach noch nicht zu haben. Dar\u00fcber hinaus sind sie teuer und klein, haben Reichweiten von etwa 100 \u2013 150 km und deutlich reduzierte Sicherheitseinrichtungen.<br><br>Da stellt sich die Frage: Warum sind denn so mickrig, die angebotenen Elektroautos: klein, langsam, unsicher und alles andere als attraktiv? und m\u00fcssen subventioniert werden, damit sie \u00fcberhaupt jemand kauft? Es gibt viele Gr\u00fcnden und Dinge, an denen man derzeit optimiert. Es gibt jedoch aus meiner Sicht nur ein einziges zentrales Thema: Und das ist die mangelhafte Energiedichte der Batterien! Diesel oder Benzin haben eine etwa 90 fach gr\u00f6\u00dfere Energiedichte als der beste k\u00e4ufliche LI Io &#8211; Akku. Das ist, wie, wenn Sie beim Volltanken anstatt 60 Litern nur 1 knappen Liter tanken w\u00fcrden. &#8211; Damit lie\u00dfe sich kein Verbrennungsauto fahren. Dass ein E- Auto trotz diesem katastrophalen Verh\u00e4ltnis funktioniert, m\u00f6chte ich ihnen vorrechnen: Voraussetzung also: Verh\u00e4ltnis von 1:90. Zum Vergleich nehmen wir z.B. einen VW Touran. Sein Dieselmotor hat einen durchschnittlichen Wirkungsgrad von z.B. 30%, E-Motoren haben einen von 90%: Der 3 x so gute Wirkungsgrad verbessert das Leistungsdichte Verh\u00e4ltnis Batterie \/ Diesel von 1:90 auf etwa 1: 30. Der E- Motor kann beim Bremsen Energie zur\u00fcckspeisen: Das verbessert das Verh\u00e4ltnis von 1:30 auf 1:24, der Diesel f\u00e4hrt 600 km weit, das E-Auto nur 150, man ben\u00f6tigt also nur ein Viertel der Energie statt 1:24 kommt man auf 1:6, Nun packen wir 3 mal so viel Batteriegewicht ins E-Auto wie Diesel, also 180 anstatt 50kg. Unser Verh\u00e4ltnis verbessert sich von 1: 6 auf 1:2, Dann reduzieren wir das E \u2013Auto Gewicht auf die H\u00e4lfte, also anstatt 1,6 Tonnen darf es nur noch 800kg wiegen. Jetzt sind wir beim Verh\u00e4ltnis 1:1 das E-Auto ist fertig. So k\u00f6nnen sie es aktuell kaufen: Es ist klein und leicht, hat reduzierte Sicherheitsvorkehrungen, weniger Platzangebot, geringe Reichweite und eine teure, schwere Batterie. K\u00f6nnte heute jemand eine stabile Batterie anbieten, die z.B. 15% der Energiedichte von Diesel h\u00e4tte und nicht mehr als 5000.- Euro kosten w\u00fcrde, so w\u00e4re er im Handumdrehen Multimilliard\u00e4r.<br>Zur\u00fcck zur Realit\u00e4t: Energiedichte: Diesel zu Batterieblock 1:90. Und trotzdem hielte ich es f\u00fcr falsch den Optimismus zu verlieren. Wir leben im 21. Jahrhundert und die aktuellen technischen Entwicklungen gehen schwindelerregend schnell. Sie haben noch einiges f\u00fcr uns in petto. Ich denke, dass es schon in einigen Jahren deutlich bessere und billigere Batterien geben wird. Solange bleibt die breite Einf\u00fchrung von Elektro-PKW eher Zukunftsmusik. Nischenm\u00e4rkte dagegen k\u00f6nnen schon heute \u00e4u\u00dferst effektiv bedient werden. Der Markt f\u00fcr e- Fahrr\u00e4der und e-Skooter boomt. Das geringes Fahrzeuggewicht, niedrige Sicherheitskosten, geringe max. Reichweite. Im Verh\u00e4ltnis zum transportierten K\u00f6rpergewicht ben\u00f6tigt man nur geringe mobile Energiemengen. Diese Form der Mobilit\u00e4t l\u00e4sst sich mit Li-Io Batterien schon heute gut realisierten. Auch reine Stadtfahrzeuge oder kommunale Fahrzeuge mit geringen Reichweiten lassen sich jetzt schon elektrisch vern\u00fcnftig betreiben.<br>Doch, meine Damen und Herrn, die Vertreter der Verbrennungsmotoren sind ebenfalls aktiv.<br>So gehen die Flottenverbr\u00e4uche der PKWs best\u00e4ndig zur\u00fcck und es sind 4 Sitzer verf\u00fcgbar die weniger als 4 Liter Sprit verbrauchen. Das aktuell energie-sparendsten Autos ist \u00fcbrigens schon vor 17 Jahren entwickelt worden. Der Audi A2 mit etwa 3 Litern Diesel auf 100 km \u2013 er war f\u00fcr Audi ein wirtschaftlicher Flop, denn damals wie heute steht die Mehrzahl der K\u00e4ufer auf ger\u00e4umige, stark motorisierte Fahrzeuge.<br>Auch die Beimischung von Biokraftstoffen scheint eine Aufschiebung f\u00fcr die Verbrennungstechnik zu bieten. Diesen Weg halte ich jedoch f\u00fcr unverantwortlich und ungeeignet, denn er reduziert die Anbaufl\u00e4chen f\u00fcr Lebensmittel und tr\u00e4gt bei Palm\u00f6l zum Abholzen des Urwalds bei oder ist als Raps\u00f6l energetischer Unfug und nur durch Subventionen scheinbar sinnvoll.<br>Es k\u00f6nnte jedoch noch ganz anders ausgehen. So wurde j\u00fcngst ein Verfahren vorgestellt mit dem sich regenerativ erzeugter Wasserstoff recht einfach in einen mit Benzin vergleichbaren Brennstoff umwandeln l\u00e4sst. M\u00f6glicherweise eine echte Alternative f\u00fcr regenerative Verbrennungsmotortechnik.<br>Stellt sich die Frage: Wie, meine Damen und Herren, werden wir uns in den n\u00e4chsten 20- 30 Jahren fortbewegen?<br>Aus meiner Sicht wird es kein entweder oder geben, eher ein sowohl als auch. E \u2013 Fahrzeuge werden bei verschiedenen Zielgruppen und vor allem in Innenst\u00e4dten, erfolgreich sein. Metropolenbewohner mit geringem Parkraum in Peking, Shang Hai, Delhi., Mexiko City oder auch Sao Paulo sind hierbei die Kunden der Zukunft und sie werden eigene Ma\u00dfst\u00e4be setzte.<br>In jedem Fall wird unsere Mobilit\u00e4t \u00f6kologischer werden m\u00fcssen. Wiederverwertung und Recycling wird bei knapper werdenden Rohstoffen immer attraktiver, der gesamte \u00f6kologischen Produktlebenszyklus kommt so in den Fokus, ein Gebot der Stunde, das z.B. von Toyota schon seit l\u00e4ngerem massiv verfolgt und proagiert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine v\u00f6llig andere M\u00f6glichkeit w\u00e4re, dass sich unser Mobilit\u00e4tsbedarf drastisch reduziert \u2013 nicht weil wir vern\u00fcnftig werden und aufs Fahrrad umsteigen, nein daran glaube ich nicht \u2013 aber vielleicht, indem die elektronische Kommunikationstechnik echte Mobilit\u00e4t relativiert?! Twitter, i-fon, facebook, skypen, 3D im Wohnzimmer ersetzen zunehmend unsere realen Begegnungen. Aus \u00f6kologischer Sicht w\u00e4re das vielleicht w\u00fcnschenswert, aus gesundheitlichen Aspekten kann man hierbei nur den Kopf sch\u00fctteln.<br>Sicher ist, es gibt kein Zur\u00fcck in eine irgendwie geartete \u201agute alte Zeit\u2018. Wir werden Innovationen und modernste Technik mit nachhaltiger Vorgehensweise kombinieren m\u00fcssen, wenn wir unserer Lebensweise und unsere Mobilit\u00e4t erhalten wollen. In diesem Sinne fordert uns die Zukunft auf, uns einzubringen und zwar mit Herz und Verstand.<br>Danke sch\u00f6n!<br>Johannes Oswald<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIch glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vor\u00fcbergehende Erscheinung\u201c kommentierte Kaiser Wilhelm II um 1890. 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